Mit Begeisterung hat die UBG verfolgt, wie die Kronberger Bürgerinnen und Bürger von der Stadt Kronberg am 27.03.2023 eingeladen wurden an einem nachhaltigen Mobilitätskonzept
für ihre Stadt mitzuarbeiten.
Nachhaltige Mobilität ist ökologisch wirksam, ökonomisch effizient und sozial gerecht. Ein
ganzheitlicher Blick auf die vielfältigen Bedürfnisse der Gemeinschaft wird versprochen. Die
Kommunen werden damit zukunftsfester gemacht.
Aus diesem Grund wurde das Thema angepackt und als erstes 9 Leitziele festgelegt: z.B.
„Flexible Mobilitätsangebote (OnDemand, Sharing-Angebote) können bedarfsgerecht digital
gebucht und bezahlt werden und ergänzen das klassische ÖV-Angebot“ „“Ein dichtes, durchgängiges Radverkehrsnetz mit komfortablen und verkehrssicheren Radverkehrsanlagen trägt zur Nutzung des
Fahrrads bei.“
Es gab verschiedene Veranstaltungen mit Stakeholdern, Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Arbeitskreise wurden gebildet, Kinder und Jugendliche wurden befragt und bei einigen Workshops haben
viele Bürger, Mandatsträger und Mitarbeitende der Verwaltung ganze Samstage in der Stadthalle verbracht. Dabei wurden Ideen gesammelt, intensiv diskutiert und Favoriten priorisiert, die dann
weiterverfolgt werden sollten.
Es wurden Konzepte entwickelt und Maßnahmen festgelegt und am 28.06.2024 war es dann
soweit, bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse präsentiert und
erste Umsetzungen avisiert.
Eins der dort vorgestellten kurzfristigen Ziele war die „Schülerradroute AKS – Steinbach“.
Eine Fahrradfreundliche Anbindung der AKS, Hauptrouten für den Radverkehr und
Nebenrouten für Fuß- und Radverkehr sollten entstehen. Leider sind Fortschritte zu dieser
Maßnahme für den Bürger noch nicht zu erkennen.
Fazit des Abschlussberichtes: „Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Mobilität sind
aufgrund der Kompaktheit der Stadt als vergleichsweise gut einzustufen. Die Topografie
erschwert zwar die aktive Mobilität, mit Elektrounterstützung können in Kronberg trotzdem
viele Wege gut mit einem E-Bike zurückgelegt werden. Die vorliegende Radverkehrsinfrastruktur weist jedoch Defizite auf, die in den nächsten Jahren sukzessive behoben werden sollten. Dies gilt
insbesondere für die Anbindung der ÖV-Zugangspunkte und der Schulen sowie den ruhenden Radverkehr.“ „Um die Erfolge und Wirkungen der umzusetzenden Maßnahmen ermitteln zu können, bedarf es einer
systematischen Evaluation des Gesamtkonzeptes. Hierzu wurde ein Evaluationskonzept entwickelt, welches das Monitoring miteinbezieht.“
Der gesamte Abschlussbericht kann online auf www.kronberg.de unter dem Stichwort
„Nachhaltiges Mobilitätskonzept“ aufgerufen werden. Seit Juni 2024 erfolgte dort
jedoch keine Aktualisierung.
„Es ist Zeit für eine weitere Kommunikation zum Mobilitätskonzept an die Bürgerinnen und
Bürger Kronbergs, insbesondere an die vielen Beteiligten bei der Konzepterarbeitung. Wie ist der Stand der Umsetzung und welche Maßnahmen sind für das Jahr 2026 geplant? Wie soll Kronberg bis
2035 klimaneutral werden, wenn wir es nicht einmal schaffen Radwege und Fußwege für unsere Bürger auszubauen, damit das Auto zu Hause bleibt.“ sagt Simone Huth, Kandidatin der UBG für den
Schönberger Ortsbeirat und das Stadtparlament.
„Es ist auch ein Zeichen des Respektes gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei der Erstellung des Konzeptes intensiv einbrachten, dieses nun auch zur Umsetzung zu bringen.“ Ergänzt
Markus Lind, Vorsitzender der UBG.
Die UBG fordert daher den Magistrat und die Verwaltung auf, den aktuelle Umsetzungsstand des Nachhaltigen Mobilitätskonzeptes darzulegen und diese Informationen allen Bürgern zur Verfügung zu stellen.
Wer Lust hat die UBG bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen oder mehr über sie
und ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 15.03. erfahren möchte, kann gerne Kontakt aufnehmen.
