Wer regelmäßig Donnerstag vormittags auf dem Schönberger Wochenmarkt einkauft, dem
wird es bereits aufgefallen sein: Statt der bisher üblichen fünf Verkaufsstände, sind seit
Anfang des Jahres auf dem Ernst Schneider Platz nur noch drei Marktstände zu finden.
Aufgrund zu geringen Umsatzes bei großem Aufwand gaben zwei Markthändler ihren Stand
auf dem Schönberger Wochenmarkt auf. So sind nun keine Käsespezialitäten sowie kein
Obst und Gemüse mehr zu erwerben. Dies wiederum führt möglicherweise dazu, dass
weniger Menschen den Wochenmarkt frequentieren und sich das Geschäft somit auch für
die verbliebenen Stände bald nicht mehr lohnen könnte. Damit würde für die Bewohner
Schönbergs nach dem „kleinen Lädchen“ nicht nur eine weitere fußläufig zu erreichende
Einkaufsmöglichkeit wegfallen, sondern vor allem auch ein Ort für den Austausch und des
Miteinanders. „Wir fordern den Magistrat auf zu prüfen, wie die Attraktivität des Schönberger
Wochenmarktes sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für die Händler verbessert
werden kann, z.B. durch Verringerung der Standgebühr oder intensivieren der Werbung für
den Wochenmarkt.“ sagt Markus Lind, Vorsitzender der UBG.
Wie der lokalen Presse zu entnehmen ist, ist auch die Zukunft des am Ernst-Schneider Platz
liegenden Bistros „Freizeit“ ungewiss. Der aktuelle Pächter wird das Lokal nicht weiterführen,
eine Nachfolge ist unklar. Die „Freizeit“ ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.
Regelmäßig werden Montag abends „Jam-Sessions“ veranstaltet, bei denen vor allem
Musiker aus dem Rhein-Main Gebiet für Stimmung sorgen. Besonders die „Open Air Veranstaltungen“ im Sommer ziehen viele musikbegeisterte Zuhörer an. Unabhängig von
Veranstaltungen ist die „Freizeit“ ein Ort zum „babbeln“ in zwangloser Runde. Daher
unterstützt die UBG auch eine Petition zum Erhalt der Freizeit:
openpetition.de/!freizeitschoenberg.
Um in jedem Fall einen Leerstand an dieser zentralen Stelle in Schönberg zu verhindern und
für Jugendliche und junge Erwachsene einen Treffpunkt zu etablieren, braucht es Ideen und
Engagement.
Die UBG fordert den Magistrat auf, gemeinsam mit dem Jugendrat zu prüfen, ob hier eine
von Jugendlichen in Eigenverantwortung organisierte neue Begegnungsstätte für Jung und
Junggebliebene entstehen kann, die den Austausch und die Gemeinschaft fördert. Wichtig
ist der UBG, dass die Jugendlichen hier selbst Verantwortung übernehmen dürfen und
eigenverantwortlich ein neues Konzept ins Leben rufen, begleitet und unterstützt durch die
Stadt.
Doch es ist nicht nur an der Politik, geeignete Rahmenbedingungen für belebte und beliebte
Ortskerne zu schaffen. „Wir rufen alle Bewohner Schönbergs und darüber hinaus auf, die
lokalen Angebote intensiv zu nutzen, denn nur so kann ihr Erhalt gesichert und die
Attraktivität des Schönberger Ortskerns wieder gesteigert werden.“ meint Simone Huth,
Kandidatin der UBG für den Schönberger Ortsbeirat und das Stadtparlament.
Wer Lust hat die UBG bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen oder mehr über sie
und ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 15.03. erfahren möchte, kann gerne Kontakt aufnehmen.
